Märklin 55814 | Elektrolok Ae 8/14 Landi-Lok der SBB | Epoche IV | mfx/DCC Sound | Spur 1 1/32.
Highlights der märklin-Lok 55814:
- mfx-Decoder mit 32 Funktionen.
- Parametrisierbarer Stromspeicher.
- Im Digitalbetrieb motorisch heb- und senkbare Stromabnehmer.
- Führerstands- und Fahrpult- sowie Maschinenraumgangbeleuchtung.
- Türen zum Öffnen.
- Nur 150 Stück über alle 6 Varianten der beiden Loks der Serie Ae 8/14!
Vorbild märklin 55814: Elektrolokomotive Serie Ae 8/14 Nr. 11852 "Landi-Lok" der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in tannengrüner Grundfarbgebung der Epoche IV, Betriebszustand um 1970.
Modell märklin 55814: Komplett neukonstruiertes, höchstdetailliertes High-Class Vollmetall-Profimodell. Fahrgestell mit Hauptrahmen aus Zinkdruck- und Messingguss, Lokaufbau aus Messingblech. Ansetzteile aus Messing-Schleuderguss. Mit mfx Digital-Decoder und 32 Funktionen, Stromspeicher parametrisierbar. Umfangreiche Licht- und Soundfunktionen. Für ein qualitativ höchstwertiges Sounderlebnis sorgt je Lokteil ein Markenlautsprecher in HiFi-Qualität.Betrieb mit Wechselstrom, Gleichstrom, Märklin Digital und DCC möglich. Je Lokteil ein zentral eingebauter und eigens für dieses Modell konstruierter Bühler-Hochleistungsmotor mit Antrieb auf alle Achsen! Im Digitalbetrieb motorisch heb- und senkbare, vorbildgerechte Scherenstromabnehmer. Weißes 3-Licht-Spitzensignal mit LEDs im Wechsel mit weißem schweizerischen Schlusslicht, digital schaltbar. Ebenso separat digital schaltbar ist das schweizer Falschfahrsignal. Warmweiße LED-Beleuchtung im Führerstand und im Maschinenraum/-gang, ebenso sind die Fahrpulte in den Führerständen beleuchtet. Führerstandstüren zum Öffnen. Aufwendige, höchstdetaillierte Nachbildung der Inneneinrichtung von Führerstand und Maschinenraum, Führerstand mit eingebauter Lokführerfigur. Griffstangen aus Metall und viele weitere angesetzte Details wie: Schilder, Scheibenwischer, Pfeife u.a. Pufferbohlen mit Federpuffern und angesetzten Bremsleitungen. Hinten serienmäßig montierte, fernbedienbare Telexkupplung hinten gegen beigefügte Schraubenkupplungen austauschbar. Vorne vorbildgerechte Schraubenkupplung. Telexkupplung für vorn im Lieferumfang. Mit Echtheitszertifikat und einer in Metall gegossenen Replik des Fabrikschildes vom großen Vorbild.Befahrbarer Mindestradius 1.020 mm. Länge über Puffer 106 cm.Gewicht ca. 13,2 Kg.
Gotthard-Giganten
Wir sind in der Schweiz der frühen 1920er Jahre. Die Folgen der kriegerischen Auseinandersetzungen haben in Europa Spuren hinterlassen. Doch nun zeichnet sich eine neue Ära ab, auch für die Eisenbahn im Land der Eidgenossen. Diewichtigste Transitlinie der Schweiz – sie führt durch die wilde Gotthardregion – ist seit 1920 unter Fahrdraht. Ein Umstand, der neue Lokomotiven erfordert. So schlägt die Geburtsstunde der legendären „Krokodile“. Sie stellen alles bislang Dagewesene in den Schatten. Die Gotthardbahn, „Königin der Alpenbahnen“, lässt sich nun mit diesen zunächst in 33 Exemplaren beschafften legendären Reptilien deutlich besser meistern. Die einzigartige Linienführung dieser majestätischen Gebirgsbahn mit ihren Kehrtunnels und mächtigen Brücken hat bis heute nichts von ihrer Faszinationverloren. Allerdings schwächelten die „Krokodile“ angesichts der Herausforderungen, obgleich sie später optimiert wurden. Die Zuglasten waren immer schwerer geworden. Umständliche Mehrfachtraktionen, alles andere als wirtschaftlich, prägten das Bild der Schnell- und Güterzüge. Es war an der Zeit, bei der Traktion aufAlternativen zu sinnen.
Zahlreiche Studien legten dar, dass es mit Doppellokomotiven möglich sein sollte, der Problematik Herr zu werden. Es gingen jedoch einige Jahre ins Land, ehe die 1929 von den SBB bestellten Prototypen das Licht der Welt erblickten. Sie sollten auch im Reisezugverkehr Verwendung finden und somit auf den flacheren Strecken Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen. So entstanden in der bewährten Lokschmiede SLM zu Winterthur zwei technisch unterschiedliche Ausführungen:1931 zunächst die Doppellokomotive Ae 8/14 11801 und 1932 folgte die 11851. Da acht der insgesamt 14 Achsen jeweils Triebachsen waren, erhielten die Loks folgerichtig die Bezeichnung 8/14. Während die 11801, wie schon die bewährten Ae 4/7, einen Buchli-Antrieb erhielt, baute man in die 11851 den SLM-Universalantrieb ein. Äußerlich unterschieden sich beide Maschinen , abgesehen vom charakteristischen Buchli-Antrieb, nur wenig. Zielwar es, den bestmöglichen Antrieb zu finden, der die Grundlage für eine Serienbeschaffung darstellen sollte. Alsbald machten sich die beiden Giganten daran, den Gotthard zu bezwingen. Eine Aufgabe, die sie mit Bravour meisterten.Die SBB hatten an den beiden Monster-Maschinen, die ein imposantes Bild abgaben und 240 bzw. 246 Tonnen Gewicht auf die Waage brachten, ihre wahre Freude. 1961 führte ein Umbau der 11851 zu einem ganz neuen Aussehen der Maschine. Inden 1950er Jahren hatte nämlich der Siegeszug der Ae 6/6 begonnen. Also wurde auch das kantige Gesicht des grünen Gotthard-Giganten dem einer Ae 6/6 angeglichen. Was die einen erfreute, ließ andere den Kopf schütteln.
Über Geschmack lässt sich eben trefflich streiten. Wie uns Kundige wissen lassen, soll die Maschine exakt 5.326.971 km zurückgelegt haben, bevor sie im Dezember 1976 auf das Abstellgleis rollte und bald darauf verschrottet wurde.1939 folgte mit der Ae 8/14 11852 die Dritte im Bunde. Sie wurde auf der Landesausstellung erstmals präsentiert, was ihr folglich den Spitznamen „Landi-Lok“ einbrachte. Leicht stromlinienförmig kam sie durchaus elegant daher und trat am 1. September 1940 offiziell ihren Dienst an. Sie war 110 km/h schnell und schraubte die Leistungstabelle auf stolze 8160 kW hoch, ein Wert, den es lange in der Schweiz zu überbieten galt, ehe Stadler mit der Euro 9000 eine noch stärkere Maschine ins Rennen schickte. Leider hatte sie als einzige ihrer drei Artgenossen gleich zweimaleinen Unfall zu überstehen. Während der erste glimpflich endete, kostete der zweite, ein veritabler Innenraumbrand in der Lokhälfte II, ihre Karriere. Äußerlich mustergültig wieder instandgesetzt, diente sie eine Zeit lang als Exponat im Verkehrshaus Luzern. Seit 2024 ist sie wieder zu Hause, sicher verwahrt in ihremeinstigen Heimatdepot Erstfeld am Fuße der Gotthardrampe. Diese prächtigen Meisterwerke der Modellbaukunst werden die Geschichte der legendären Ae 8/14 für immer lebendig halten und ihre stolzen Besitzer in die glanzvollen Zeiten dieser Giganten eintauchen lassen.
Achtung: 15+ kein Spielzeug!
Preis inklusive 19 Prozent MwSt.